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Deutsche träumen von zu hoher Rente
Österreicher erwarten Schwierigkeiten zu Beginn des Ruhestands
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| Schwierige finanzielle Absicherung des Ruhestands (Foto: aboutpixel.de/N-Loader) |
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Frankfurt am Main/Wien
(pte/06.10.2009/13:55) -
Über die Hälfte der Deutschen geht von einer zu hohen Rente aus. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Studie im Auftrag der Deutschen Bank http://www.db.com. Demnach rechnen 55 Prozent der Befragten mit einem Rentenanspruch von 40 bis 60 Prozent des letzten Bruttogehalts. "Viele wissen nicht, dass sie im Jahr 2040 nur noch maximal 40 Prozent ihres letzten Bruttogehalts als Grundversorgung erwarten können", warnt jedoch Hans Kraus, Leiter Personal Banking der Deutschen Bank. "Erstaunlich ist, dass mehr als 40 Prozent der Deutschen von Rentenanpassung und der konkreten langfristigen Absenkung der Rentenansprüche noch nicht gehört haben."
Auch die österreichische Bevölkerung weiß nicht so recht, wie es mit dem staatlichen Pensionssystem weiter geht. Dies ergibt das aktuelle GfK Trendbarometer Eigenvorsorge, eine jährliche Studie der GfK Austria, wo in einer repräsentativen Erhebung 2.000 Personen im Alter von 15 Jahren oder älter persönlich befragt werden. "44 Prozent der Bevölkerung erwarten Schwierigkeiten, was die Sicherung der Pensionen in den nächsten fünf bis zehn Jahren betrifft, und dieser Anteil ist höher als noch vor einem Jahr", sagt Alexander Zeh, Finanzmarktforscher der GfK. Die steigende Verunsicherung spiegelt die Sensibilisierung in Zeiten der Finanzkrise wider.
Deutliche Unterschiede zeigen sich in Deutschland zwischen den einzelnen Altersgruppen. Die jüngeren Deutschen haben sich gut informiert und gehen realistisch von geringeren staatlichen Rentenleistungen aus. Fast die Hälfte aller 18- bis 29-Jährigen erwartet nicht mehr als 30 bis 40 Prozent des Bruttogehalts. Dagegen hofft die Mehrheit der 50- bis 55-Jährigen noch auf 50 bis 70 Prozent der letzten Gehaltszahlung. Über 70 Prozent der 18- bis 55-Jährigen gehen jedoch davon aus, dass sie ihren Lebensstandard im Alter deutlich oder etwas senken müssen. "Aber selbst wer zusätzlich zur gesetzlichen Grundversorgungsrente privat vorgesorgt hat, sollte berücksichtigen, dass die Inflation großen Einfluss auf die Kaufkraft in der Zukunft haben wird", erklärt Kraus. Über ein Viertel der Befragten fürchtet demnach eine Geldentwertung um 80 bis 90 Prozent gesehen auf 40 Jahre. Mit der Altersvorsorge sollte daher so früh wie möglich begonnen werden.
Eine Mehrheit der Befragten geht von einem Kaufkraftverlust von zehn bis 20 Prozent in den nächsten zehn Jahren aus. Dennoch gaben bei der Befragung lediglich 17 Prozent an, die Auswirkungen der Inflation bei ihrer Altersvorsorge bereits vollständig berücksichtigt zu haben. Ein Viertel hat den Kaufkraftverlust gänzlich vernachlässigt. Immerhin zwölf Prozent der Befragten planen konkret, im nächsten Jahr etwas zu unternehmen, um ihre Altersvorsorge gegen Inflationseinflüsse abzusichern. Für die repräsentative Studie wurden im August 2009 bundesweit 3.000 Personen im Alter von 18 bis 55 Jahren befragt. Die Studie kann unter http://www.dia-vorsorge.de abgerufen werden.
"Je früher, um so besser" heißt auch die Devise der österreichischen Experten, wenn es darum geht, das optimale Einstiegsalter für die private Pensionsvorsorge zu nennen. "Knapp drei Viertel der befragten Personen sind mittlerweile der Meinung, dass das ideale Alter bei maximal 30 Jahren liegt", erklärt GfK-Austria-Finanzmarktforscherin Gudrun Redl. Das durchschnittlich genannte Alter liegt bei 27 Jahren. Vor allem jüngere Bevölkerungsschichten sprechen sich altersmäßig für einen immer früheren Start in der Eigenvorsorge aus.
(Ende)
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