Microsoft testet neue Server-Technologien mit bwin
Kunde bestätigt "Performance-Steigerung von ca. 400 Prozent"
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| Microsoft-Campus in Redmond - hier wurde mit bwin getestet (Foto: microsoft.com) |
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Wien/Redmond
(pte/15.08.2009/06:00) -
Microsoft hat in den letzten vier Wochen in Zusammenarbeit mit dem großen börsennotierenden Onlinespiel- und Wettanbieter bwin http://bwin.com im Redmonder Enterprise Engineering Center ausführliche Tests der kommenden Server-Produkte Windows Server 2008 R2 und SQL Server 2008 R2 auf aktuellster Hardware abgehalten. Derartige Tests werden in der Regel mit unabhängigen Softwareherstellern durchgeführt, doch die Zusammenarbeit mit einem Endkunden wie bwin verspricht aufgrund der realistischen Workload besonders aufschlussreiche Ergebnisse, die in zukünftige Produktgenerationen einfließen können. Auch hat sich die Leistungsfähigkeit der Lösungen gezeigt. "Wir erreichen mit den neuen Technologien eine Performance-Steigerung von ca. 400 Prozent", sagt Thomas Grohser, bwin Senior Database Engineer, im Gespräch mit pressetext.
Ein wichtiger Entwicklungsschritt des im Herbst startenden Windows Server 2008 R2 ist, dass erstmals 256 logische Prozessoren gleichzeitig unterstützt werden. "Mehr als 64 CPUs ist für uns extrem wichtig", so Grohser unter Verweis auf den ständig steigenden Bedarf an IT-Kapazitäten. Von diesem hardwareorientierten Fortschritt abgesehen ortet er insbesondere diverse Detailnachbesserungen gegenüber dem ursprünglichen Windows Server 2008, die sich bei der schieren Transaktionsmenge eines großen Webangebots Performance-mäßig merklich aufsummieren. "Wir haben die Chance, auf Features Einfluss zu nehmen, die wir möglicherweise in Zukunft benötigen werden", meint wiederum Michael Schneglberger, bwin Head of Database Engineering. In einigen Punkten könnten sich die Microsoft-Lösungen für bwin aber kaum besser bewähren als bisher. So habe man über das Jahr 2008 eine Uptime-Rate von über 99,5 Prozent erreicht, sagt bwin-Pressesprecher Kevin O'Neal. "Die hohe Verfügbarkeit ist äußerst wichtig, denn wenn unsere Seite nicht erreichbar ist, ist ein Kunde mit nur einem Klick bei anderen Angeboten", betont er im Gespräch mit pressetext.
Für Microsoft ist bwin als Testpartner aufgrund der Komplexität des Webangebots attraktiv. Aufgrund der Natur von Sportwetten kommt es etwa zu laufenden Änderungen der im System angebotenen Produkte. "Außerdem gibt es extreme Belastungen bei Peak-Szenarien bei Ereignissen wie dem Champions-League-Finale", meint Schneglberger. Bis zu 6.000 Finanztransaktionen gibt es laut bwin pro Sekunde - womit lediglich Zugriffe von Kunden auf Angebote gemeint sind. Im Hintergrund entspräche das etwa 450.000 SQL-Statements, die sich etwa zu gleichen Teilen auf Datenbankzugriffe und Kontrollstatements aufteilen, so Grohser. Für die aktuellen Tests wurde im Redmonder Rechenzentrum dieses komplexe System in etwas verkleinerter Form simuliert. Dazu wurden neben den wichtigsten Anwendungen des Spiel- und Wettanbieters auch anonymisierte Daten im Umfang von 6,5 Terabyte installiert. Damit konnten auch komplexe Szenarien wie beispielsweise ein extrem gehäuftes Nutzerinteresse an einem Einzelereignis realitätsnah getestet werden.
"bwin hilft, unsere Produkte frühzeitig zu testen und maßgeblich zu verbessern", meint Wolfgang Briem, Leiter der Business Group Server & Tools bei Microsoft Österreich, gegenüber pressetext. Bei Windows Server können die aktuellen Test allerdings erst die nächste Produktgeneration beeinflussen, da 2008 R2 veröffentlichungsbereit ist und am 22. Oktober gleichzeitig mit Windows 7 allgemein verfügbar wird. "Für uns ist es wichtig, dieses Produkt-Paar gemeinsam auf den Markt zu bringen", so Briem. Auf SQL Server 2008 R2 könnte die Auswertung der Tests dagegen noch einen Einfluss haben. Hier strebt Microsoft eine Veröffentlichung im Frühjahr 2010 an.
(Ende)
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