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GM drängt auf eigene Verstaatlichung
60 Mrd. neue Aktien machen Staat zu Großaktionär und Papiere wertlos
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| General Motors klopft erneut beim Staat an (Foto: gm.com) |
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Detroit
(pte/06.05.2009/11:08) -
Der wankende Autohersteller General Motors (GM) http://www.gm.com hat den Versuch der eigenen Verstaatlichung in Angriff genommen. Zwar bedarf der Konzern noch der Zustimmung durch das Finanzministerium. Nach einer geplanten Auflage von 60 Mrd. neuen Aktien und einer Neustrukturierung des vormaligen Branchenriesen wäre die US-Regierung jedoch die neue Mehrheitsaktionärin von GM. Wie das Unternehmen mitteilt, wolle man die Maßnahme ergreifen, um den Mrd.-schweren Schuldenberg abzubauen. Nach übereinstimmenden Medienberichten würden die bereits in Umlauf befindlichen Aktien dadurch aber quasi wertlos.
GM musste bereits im April ein neues Sanierungskonzept vorlegen, um weitere Staatsmilliarden für die eigene Rettung zu erhalten. Im Gegenzug sollten die USA als größter Gläubiger über 50 Prozent der GM-Anteile erhalten, wodurch der Autobauer bereits teilverstaatlicht wäre. Beim vorgesehenen Tausch von Verbindlichkeiten gegen Wertpapiere solle die US-Regierung zumindest die Hälfte des Schuldenbergs übernehmen. Der Wert der Aktie falle dadurch jedoch auf Pennystock-Niveau. Während das Papier derzeit noch bei immerhin 1,85 Dollar notiert, würde der Preis auf knapp über einem Cent stürzen. Darüber hinaus schrumpfe der Anteil der Aktionäre am Konzern auf nur mehr rund ein Prozent.
Als Voraussetzung für den Erhalt neuer Rettungsgelder vonseiten der US-Regierung wird eine umfassende Restrukturierung des Unternehmens gefordert. So fallen den Maßnahmen rund 20.000 Arbeitsplätze zum Opfer. Zudem reduziert GM seine Geschäftstätigkeit auf vier hauseigene Marken und wird die deutsche Tochter Opel aller Voraussicht nach an den österreichischen Zulieferer Magna oder die italienische Marke Fiat verkaufen. Insgesamt flossen bis dato 15,4 Mrd. Dollar an staatlicher Unterstützung in die Kassen des US-Konzerns. Vor der Anfang Juni auslaufenden Frist für einen neuen Sanierungsplan, der die Insolvenz verhindern sollte, sei mit einer weiteren Zuwendung von 2,6 Mrd. Dollar zu rechnen. Insgesamt benötige GM knapp 30 Mrd. Dollar vom Staat.
(Ende)
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